IVF ICSI Behandlung mit testikulärer Spermien-Aspiration (TESA)

Die ICSI Behandlung (Intrazytoplasmatische Spermieninjektion) mit Hilfe einer Hodenbiopsie (TESA, Testicular Sperm Aspiration) ist eine Technik der In-vitro-Befruchtung, bei der die Samenzellen, welche direkt aus dem Hoden gewonnen werden, mittels Mikroinjektion in das Zytoplasma der Eizelle eingebracht werden.

Um die Samenzellen aus dem Hoden zu gewinnen, wird eine Hodenbiopsie durchgeführt. Das ist ein ambulant chirurgischer Eingriff, bei dem ein oder mehrere Einschnitte in einem oder beiden Hoden gesetzt werden, um Sperma zu erhalten.

Die Hodenbiopsie kann bereits vor der Follikelpunktion, durch die die Eizellen gewonnen werden, durchgeführt werden oder aber am selben Tag.

In der Clínica Tambre sind wir Pioniere auf diesem Gebiet, da wir länger als jede andere Kinderwunschklinik in Spanien dieses Verfahren durchführen. Wir sind eine der ersten Kinderwunschkliniken in Spanien, die aus dem Hoden gewonnenen Samenzellen eingefroren haben und wir haben damit hervorragende Ergebnisse erzielt.

Es wird empfohlen, die Hodenbiopsie vor der Follikelpunktion durchzuführen. Wenn Spermien da sind, werden diese eingefroren und später für die ICSI Behandlung verwendet. Auf diese Weise erhalten wir im Vorfeld einen pathologischen Befund des Hodengewebes und die Sicherheit, dass wir am Tag der Eizellenentnahme über Spermien verfügen.

Die Ergebnisse, die mit Spermien aus einer Hodenbiopsie erzielt werden, sind gleich denen mit frischen Spermien.

Wann wird die ICSI Behandlung mit TESA empfohlen?

Die ICSI mit TESA (Testicular Sperm Aspiration) ist eine Hilfe bei folgenden Fruchtbarkeitsproblemen:

  • Obstruktive Azoospermie (beispielsweise nach einer Vasektomie)
  • Sekretorische Azoospermie
  • Schwerwiegender männlicher Faktor

Phasen der IVF ICSI Behandlung mit TESA

  • Testikuläre Spermienextraktion. Dieser einfache chirurgische Eingriff erfolgt unter Narkose und ambulant. Erster Schritt des Eingriffes ist ein kleiner Schnitt in den Hodensack um den Hoden freizulegen. Die Hodenkapsel wird eingeschnitten und eine kleine Menge an Gewebe wird entnommen. Die Gewebeprobe wird sofort aufgearbeitet und auf Spermien, die für die Reproduktion geeignet sind, untersucht. Die Hodenbiopsie zur Gewinnung von Spermien kann vor der In-Vitro-Behandlung mit ICSI oder am selben Tag der Eizellenentnahme durchgeführt werden.
  • Einfrieren der Spermien. Nachdem die Spermien aus dem Hoden entnommen wurden, werden sie mit einem Gefrierschutzstoff, der ein Überleben der Spermien ermöglicht, versehen. Danach wird die Mischung auf bis zu -196º C (77.15º K) abgekühlt und verbleibt in einem mit flüssigem Stickstoff gefüllten Tank bis zu ihrer Verwendung.
  • Ovulationsinduktion (kontrollierte Stimulation der Eierstöcke). Besteht aus der Verabreichung von Medikamenten um die Funktion der Eierstöcke zu stimulieren und die größte Anzahl an Eizellen zu bekommen.
  • Die Entnahme der Eizellen aus den Eierstöcken erfolgt kurz vor dem Eisprung. Die Punktion wird unter Sedierung durchgeführt und dauert etwa 15 Minuten.
  • Auftauen der aus dem Hoden entnommenen Spermien und Weiterkultivierung. Nach dem Auftauen wird eine Evaluierung der ursprünglichen Probe vorgenommen und danach sofort weiterverarbeitet. Diese Proben brauchen im Schnitt 2 Stunden bevor eine Mobilität beobachtet werden kann, das ist vor allem vom Typ der Azoospermie abhängig.
  • ICSI (Mikroinjektion von einem einzigen Spermium in eine Eizelle) mit den Spermatozoen, die dem Hoden entnommen wurden, um die Entstehung eines Embryos zu ermöglichen.
  • Der Vorgang, der darin besteht, die ausgewählten, besten Embryonen in der Gebärmutter abzusetzen, ist einfach und schmerzfrei. Die Durchführung erfolgt vaginal unter Ultraschallkontrolle. Dabei werden die Embryonen mit einer sehr feinen Kanüle in die Gebärmutterhöhle eingeführt. Nach Entfernung der Kanüle ist eine absolute Ruhepause für die Frau von 15 Minuten notwendig.

Erfolgsrate der IVF ICSI Behandlung mit TESA

In der Clínica Tambre liegt die Schwangerschaftsrate mit dieser Technik, bei der Spermien aus einer Hodenbiopsie und eigene Eizellen verwendet werden, bei 60%.