Eizellspende in Spanien

EIZELLENSPENDE MIT SAMEN DES PARTNERS

Phasen

  • Auswahl der Spenderin

    1.- Auswahl der Spenderin

    Alle Spenderinnen in unserer Klinik sind zwischen 18 und 35 Jahre alt, so bestimmt es auch das Reproduktionsgesetz in Spanien. Alle haben sich einer umfassenden medizinischen Untersuchung unterzogen, um sicherzustellen, dass ihr Gesundheitszustand optimal ist. Neben serologischen Tests werden folgende ergänzende Untersuchungen durchgeführt: Karyotyp, zystische Fibrose, Beta-Thalassämie, Fragiles-X-Syndrom (FXS) sowie ein psychologisches Gutachten. Darüber hinaus erhalten wir eine Zustimmungserklärung, dass wir eine DNA-Probe der Spenderin behalten dürfen, sollte diese in Zukunft gebraucht werden.

  • Behandlung der Spenderin

    2.- Behandlung der Spenderin

    Die Spenderinnen werden am 3. Zyklustag mit Gonadotropinen (follikelstimulierende Hormone) zur medikamentösen Stimulation der Eierstöcke behandelt. Sobald der Eisprung ausgelöst wird, kommen sie 36 Stunden danach zur Punktion und Entnahme der Eizellen. Die Dauer jedes einzelnen Zyklus ist unterschiedlich, auch in verschiedenen Zyklen der gleichen Spenderin. Aus diesem Grund kann der genaue Zeitpunkt der Punktion nicht schon im Vorfeld festgelegt werden. Die Empfängerin kann erst 48 Stunden vor der Punktion informiert werden.

  • 3.- Vorbereitung der Empfängerin

    Vor der Behandlung:

    Die Empfängerin muss sich einer Reihe von Tests unterziehen, um ihren allgemeinen Gesundheitszustand festzustellen. Darin enthalten sind serologische Tests, um sexuell übertragbare Krankheiten (HIV, Hepatitis, Syphilis) auszuschließen.

    Bei Frauen über 45 Jahren wird eine Reihe an Tests durchgeführt, um sicher zu gehen, dass die Patientin, ohne Probleme für sie und ihr zukünftiges Kind, schwanger werden kann.

    Zusätzlich empfiehlt sich ein psychologisches Gutachten des Empfängerpaares der Eizellen, da dieses Verfahren mit einem höheren Belastungsgrad verbunden ist. Eine Psychologin steht den Patientinnen auf Wunsch frei und kostenlos zur Verfügung.


    Behandlung der Empfängerin:

    Die medizinische Behandlung der Empfängerin besteht im Grunde darin, ihr Endometrium (die Zellschicht, die die Innenwand der Gebärmutter bildet) für das Einsetzen der Embryonen vorzubereiten. Diese Behandlung ist abhängig davon, ob die Patientin noch die Menstruation hat oder nicht. Im ersten Fall werden GnRH-Agonisten eingesetzt, damit es zu keinen “Interferenzen” mit anderen Hormonen kommt (was als Suppression der Hypophysen bezeichnet wird) und anschließend werden kontrollierte Dosen Östrogen und Progesteron eingesetzt, um das Endometrium vorzubereiten. Im Fall, dass keine Menstruation mehr stattfindet, wird ausschließlich eine Therapie mit Östrogenen und Progesteronen durchgeführt.

    Im Falle, dass die Patientin nicht in Madrid oder sogar im Ausland wohnt, kann die Behandlung von einem Arzt am Wohnort durchgeführt werden und die Clínica Tambre für die notwendigen Kontrollen per Telefon oder E-Mail kontaktiert werden.


    Um zu wissen, wann die Gebärmutterschleimhaut vorbereitet ist, sind mehrere Ultraschallkontrollen notwendig, bei denen die Dicke gemessen wird. In einigen Fällen werden Blutproben gemacht, um den Östradiol-Wert festzustellen. Sobald das Endometrium als “fertig” gilt, muss man nur mehr darauf warten, dass bei der Spenderin die Punktion durchgeführt wird. Diese Wartezeit kann zwischen einer und vier Wochen betragen, abhängig davon, ob eine geeignete Spenderin zur Verfügung steht.

    Das Endometrium kann in etwa 6 Tagen vorbereitet werden, es wird aber ein Minimum von zwei Wochen empfohlen. Eine Östrogenersatztherapie kann ohne nachteilige Auswirkungen auf mehr als zwei Monate verlängert werden, um sich mit einer Spenderin synchronisieren zu können.

  • 4.- Synchronisation Spenderin / Empfängerin

    Der Zyklus der Spenderin und der Empfängerin müssen synchronisiert werden, um sicherzustellen, dass die Embryonen in eine empfangsbereite Gebärmutter übertragen werden. Orale Empfängnisverhütung kann bei der Spenderin, bei der Empfängerin oder bei beiden verschrieben werden, um die Synchronisierung zu erleichtern. Am Tag, an dem der Spenderin der Zeitpunkt der Punktion genannt wird, wird die Empfängerin angerufen. Danach wird die Empfängerin am Tag der Punktion über die Anzahl der reifen Eizellen, die ihr zugewiesen werden, informiert und ihr bestätigt, dass ihre Progesteron-Behandlung beginnt.

    Da, wie bereits erwähnt, der Tag der Punktion nicht exakt vorausgesagt werden kann, ist es empfehlenswert, dass der Mann bereits im Vorfeld die Samenprobe abgibt, welche eingefroren wird. Somit vermeidet man, dass der Mann am Tag der Punktion verhindert ist und nicht vor Ort sein kann. Eine eingefrorene und am Tag der Spende aufgetaute Samenprobe führt zu denselben Ergebnissen wie eine am selben Tag abgegebene.


    Die Zuweisung einer Spenderin zu einer Empfängerin basiert aufgrund der Eigenschaften der letzteren: an erster Stelle aufgrund von Blutgruppe und Rhesusfaktor und deren Kompatibilität. Zweitens wird darauf geachtet, dass es zu keinen Ungleichheiten im Bezug auf Rasse, Hautfarbe, Haarfarbe und Augenfarbe kommt.

    Dennoch, das Reproduktionsgesetz in Spanien verbietet eine Zuweisung “à la carte”, bei der die Patienten aussuchen dürfen.

  • Follikelpunktion und Zuteilung der Eizellen

    5.- Follikelpunktion und Zuteilung der Eizellen

    Am Tag an dem die Eizellen von der Spenderin empfangen werden, werden sie mit dem Samen des Partners befruchtet. In jedem Fall, um bereits im Vorfeld die Qualität der Eizellen zu erkennen, wir eine ICSI (intrazytoplasmatische Injektion) durchgeführt.

    Die durchschnittliche Anzahl an Eizellen, die einer Empfängerin zugewiesen wird, beträgt zwischen 6 und 15, abhängig von der ovariellen Situation der Spenderin. Es ist notwendig, dass uns die Empfängerin bereits im Vorfeld mitteilt, dass sie kein Einfrieren von Embryonen wünscht. In diesem Fall ist es nicht notwendig, eine erhöhte Anzahl an Eizellen in diesem Zyklus zu verwenden.

    Es ist sehr wichtig, dass sie, bevor sie sich “bereit” fühlen, die entsprechende Zustimmung, in der über den weiteren Vorgang informiert wird, gelesen und unterschrieben haben.

  • 6.- Embryonentransfer

    Am Tag nach der Punktion der Spenderin wird die Empfängerin telefonisch über die Anzahl der befruchteten Eizellen informiert und ihr gesagt, wann der Embryonentransfer stattfinden wird.

    Der Embryonentransfer ist ein einfacher und schmerzfreier Vorgang, der mit Hilfe eines abdominellen Ultraschalls durchgeführt wird. Dabei werden die Embryonen mit einer sehr feinen Kanüle in die Gebärmutterhöhle eingeführt. Um eine Einnistung zu begünstigen wird eine hormonelle Behandlung verschrieben.

    Es ist wichtig, dass Sie vorher ein paar Gläser Wasser getrunken haben und eine volle Blase haben, damit per Ultraschall einfacher erkannt werden kann, wo genau die Embryos abgesetzt werden. Nach dem Transfer bleiben Sie in etwa eine halbe Stunde ruhend im Zimmer bevor Sie entlassen werden. Dafür ist es empfehlenswert, mit einem Nachthemd oder einem Bademantel ausgestattet zu kommen, um die Wartezeit bequemer zu machen.

    Der Embryonentransfer kann am Tag +2 (48 Stunden nach der Punktion), am Tag +3 (nach 72 Stunden) oder nach 5 Tagen im Falle einer langen Kultivierung und eines Transfers von Blastozysten stattfinden. Der Tag des Transfers hängt von den persönlichen Umständen der Patientin ab.

    In Spanien erlaubt das Reproduktionsgesetz einen Transfer von maximal 3 Embryonen. Um eine Mehrlingsschwangerschaft zu vermeiden, setzen wir in der Clínica Tambre ein Maximum von zwei Embryonen ein. In vielen Fällen aber wird der Transfer eines einzigen empfohlen.
    Im Fall, dass lebensfähige Embryonen aus einem Zyklus einer IVF Befruchtung verbleiben, werden diese durch Einfrieren oder Vitrifizierung konserviert.

  • Schwangerschaftstest

    7.- Schwangerschaftstest

    Der Schwangerschaftstest wird 16 Tage nach der Follikelpunktion durchgeführt. Er besteht in der Bestimmung eines Hormons: dem beta-hCG im Blut. Der beta-hCG Level gibt genauere Auskunft über das Fortschreiten der Schwangerschaft.

Die Schwangerschaftsrate bei einem Transfer mit einer Eizellenspende und mit Samen des Partners lag im Jahr 2015 in der Clínica Tambre bei 68%.