Blastozystentransfer – Kultivierung bis ins Blastozystenstadium

Unter der langen embryonalen Kultivierung versteht man den Embryonentransfer (Blastozystentransfer) am Tag +5 oder +6 nach der Punktion von einem oder zwei Embryonen im Blastozystenstadium.

Die Embryonen im 2-Zell bis 8-Zell-Stadium befinden sich unter natürlichen Voraussetzungen noch im Eileiter, nicht in der Gebärmutter, dorthin gelangen sie erst am Tag +2 oder +3.

Bei einer spontanen Schwangerschaft gelangen die Embryonen erst im Blastozystenstadium in die Gebärmutter: die Embryonalzellen haben einen Hohlraum in der Mitte, mit einer Zellmasse, aus der sich der Fötus entwickelt. Außen befindet sich eine umhüllende Zellschicht, aus dem der Mutterkuchen hervorgeht. Dieses Stadium ist daher das ideale für den Transfer in die Gebärmutter.

Warum also werden nicht alle Transfers im Blastozystenstadium durchgeführt?

Weil die Embryonen für ihr optimales Wachstum und ihre Entwicklung Kulturbedingungen, wie im weiblichen Genitaltrakt, brauchen. Wir versuchen diese Bedingungen im Labor zu imitieren. Dennoch, in der Regel erreicht mehr als die Hälfte der im Labor kultivierten Embryonen nicht das Blastozystenstadium und werden vor dem Tag +5 oder +6 blockiert. Diese Zahl erhöht sich, wenn die Qualität der Eizellen nicht gut ist oder ein schwerwiegender männlicher Faktor vorliegt. Daher ist es notwendig, von 5 oder 6 Eizellen mit guter Qualität auszugehen um zumindest eine Blastozyste zu erreichen.

Der Blastozystentransfer erhöht die Chancen auf eine Schwangerschaft, aber hat den Nachteil, dass nicht alle Embryonen in einem Zyklus der In-Vitro-Fertilisation (IVF) dieses Stadium erreichen, da dies nur die besten tun.

Die Schwangerschaftsraten mit Blastozystentransfer liegt bei 70% pro Zyklus im Zeitraum von 2014 und 2015.

Was sind die Ergebnisse mit einem Blastozystentransfer?

Eine der wichtigsten Innovationen die wir durchgeführt haben, ist die Anschaffung von speziellen Brutschränken für diese Technik ( MINC ). Diese ermöglichen hervorragende Bedingungen für die Embryonen. Da wir die erste Kinderwunschklinik in Spanien waren, die diese Brutkästen eingesetzt hat, haben wir nun unsere unübertroffenen Ergebnisse veröffentlicht.

Effect of atmospheric versus reduced oxygen concentration on the outcome of intracytoplasmic sperm injection cycles.S. Cortés; Cl. Luna; M. Gago; C. Muñoz; A. García; E. Olaya; R. Núñez; P. Caballero RBM Online, Vol. 24, Abril 2012, Suppl. 1. http://www.rbmonline.com/